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Fortgeschrittene Methoden und Technologien zur Simulation
und Durchführung einer Strahlentherapie
Ziele des Forschungsprojektes:
Mit innovativen Forschungsansätzen entwickelt das Projekt
MAESTRO fortgeschrittene Methoden und moderne technische Lösungen für die
hochkonformale externe Strahlentherapie mit dem Einsatz von Elektronen, Photonen
und Protonen. Diese neuen Entwicklungen werden im Rahmen des Projektes unter
klinischen Rahmenbedingungen getestet.
Die
heutige Tumortherapie basiert auf Chirurgie, Strahlentherapie, Chemotherapie und
Immunotherapie. Unter all diesen Möglichkeiten stellt die Strahlentherapie eine
wesentliche Waffe im Kampf gegen den Krebs dar. Mehr als die Hälfte aller
Tumorpatienten profitieren derzeit von einer Strahlenbehandlung, vor allem auch
dank des technischen Fortschritts, den die dabei verwendeten Geräte in den
letzten 10 Jahren machen konnten.
Das
Forschungsvorhaben hat zum Ziel, die eingestrahlte Dosis möglichst auf das
Zielvolumen (den Tumor) zu beschränken, unabhängig von seiner Form und die
umgebenden Gewebe möglichst zu schonen. Um dies zu erreichen werden neue
Techniken zur Patientenlagerung entwickelt, ebenso sollen Organbewegungen zukünftig
während der Bestrahlung berücksichtigt werden. Die Entwicklung
fortgeschrittener Software zur Bestrahlungsplanung, Dosisberechnung und
Dosismessung soll mit den Möglichkeiten der intensitätsmodulierten
Strahlentherapie (Intensity-Modulated Radiation Therapy IMRT), die derzeit in
der Klinik eingeführt wird, verbunden werden.
Aktionsprogramm
:
MAESTRO
besteht aus großen Forschungs- und
Entwicklungsprogrammen, in denen Krankenhäuser und Industrie zusammenarbeiten.
Das Projekt beinhaltet vier spezifische Arbeitspakete zu Forschungs- und
Entwicklungsaktivitäten und zwei Arbeitspakete zu Ausbildung und Management.
-
Situationsadaptierte Strahlentherapie, „Organbewegungen“ und Qualitätskontrolle
(WP1),
- Softwareentwicklung für die Strahlentherapie (WP2),
- Messgeräte zur Dosisevaluierung in der Strahlentherapie (WP3),
- Klinische Anforderung, Protokolle und Validierung (WP4),
- Klinische Seminare zum Training und Verbreitung der neuen Technologien (WP5),
- Management (WP6).
Mögliche Auswirkungen:
Das Projekt hat das
Potential, die Entwicklung fortgeschrittener Bestrahlungseinrichtungen zu
beschleunigen, ihre Verbreitung zu garantieren, den Kompromiss zwischen
Behandlungseffizienz und Patientensicherheit zu verbessern und die
Zusammenarbeit innerhalb Europas zu vertiefen. Neue Methoden und
fortgeschrittenes Wissen werden durch Seminare weitergegeben. Letztendlich wird
angestrebt, die Zahl der Patienten, die an einem unkontrollierten lokal
wachsenden Tumor versterben, zu verringern.
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